Geld, so wie wir es heute kennen, hat es nicht immer gegeben. Im Laufe der Zeit hat sich seine Form vielfach verändert. Erst wurde getauscht, später gewogen und heute wird bargeldlos gezahlt.
Zur Zeit der Naturalwirtschaft war Geld im heutigen Sinne völlig unbekannt. Die Menschen tauschten Güter unmittelbar „Ware gegen Ware“. Hierzu mussten sie allerdings erst einmal einen passenden Tauschpartner finden. Problematisch waren zudem der Transport der Ware, die Beschaffung der Tauschgüter, die unterschiedliche Bewertung sowie die Verderblichkeit und Unteilbarkeit der Waren.
Naturalgeld
Zwischentauschmittel, so genanntes Naturalgeld, erleichterte den Tauschhandel wesentlich. Tauschobjekte waren Gebrauchsgüter und Schmuck-Gegenstände wie Ringe, Perlen und Muscheln, aber auch haltbare Lebensmittel und Bekleidung. Der Wert des Naturalgeldes war allgemein anerkannt. Der Wert der Güter konnte dadurch leichter verglichen werden.
Kaurimuscheln
Die Kaurimuscheln sind die bekannteste Form des Naturalgeldes. Vor rund 4.000 Jahren nutzten sie die Menschen in China, Nordafrika und Südostasien als gängiges Zahlungsmittel. Kaurimuscheln besaßen bereits Eigenschaften heutigen Geldes – sie waren klein und damit gut transportierbar, leicht zählbar und nur in begrenzter Menge verfügbar.